Gorgonzola Club – Tomatensuppe bis zum Umfallen
Eigentlich sträube ich mich ja dagegen, einen Lieblingsitaliener um die Ecke zu haben, der üblicherweise in einem Frauenromanen schön klischehaft als Kulisse für die neuesten Klatschgespräche beschrieben wird. Der Gorgonzola Club wäre geographisch betrachtet solch einer, weil er wirklich nur einen Katzensprung von uns entfernt liegt und wird uns emotional irgendwie immer wieder angezogen fühlen. Ansonsten erfüllt er aber keinerlei Klischees. Keine flirtenden, italienisch brüllenden Kellner, keine karierten Tischdecken, keine Amore-Musik, nichts davon… und deshalb gehen wir so gern dorthin. In seiner Einfachheit überzeugt der Gorgonzola Club. So zog es uns auch an einem Freitagabend mal wieder dorthin. Diesmal jedoch ohne vegetarische Mission. Wir ergatterten in dem schon sehr vollen Lokal gerade noch einen kleinen Tisch. Reservieren wäre am Wochenende sehr von Vorteil.
Angeboten werden neben diversen Vorspeisen, wovon die Focaccia mit Rosmarin und der Gemüse-Anti-Pasti-Teller hervorzuheben wären, auch Pasta und Pizza. Zusätzlich biete eine Abendkarte wechselnde Gerichte an, die meist etwas innovativer sind. So entschieden wir uns für eine große Pizza (es gibt auch jeweils eine kleine Variante) die Parma e Spinaci (8,50€) und die Spaghetti mit Tunfischsteakstreifen, Kapern i in Tomatenweißweinsauce für 9,50€. Dem Voraus ging die bereits erwähnte Focaccia mit Rosmarin (2€) und ein Salat mit Walnuß-Gorgonzola-Dressing für 5€ (klein). Die Vorspeisen waren wie immer sehr lecker. Das Dressing des Salates ist wirklich sehr gut. Die Pizzen im Gorgonzola-Club sind anders, aber irgendwie auch lecker. Ich mag es jedoch nicht so besonders, wenn auf der Pizza der Parmaschinken mit in den Ofen geht. Insgesamt war es aber trotzdem lecker. Empfehlen kann ich an dieser Stelle aber die Pizza Bianca (diesmal nicht bestellt), die wirklich lecker ist (steht ja auch schon auf der Karte). Die Spaghetti waren dagegen gar nichts. Der Thunfisch war dermaßen trocken, dass er vom Hühnchenfleisch nicht mehr unterscheidbar war. Die Kapern fehlten leider auch. Es ist verrückt. Wir gehen so oft dorthin, und wenn wir drüber schreiben wollen, dann passt es gerade nicht. Wir verzeihen dem Koch und besuchen den Gorgonzola Club weiterhin. Wir hoffen, ihr könnt es auch und werdet ebenso erfreut sein wie wir sonst immer.
Jetzt bleibt noch die Frage offen, warum dieser Beitrag gerade mit Tomatensuppe bis zum Umfallen tituliert ist. Weil sie im Gorgonzola Club für mich einfach die Beste ist, die ich je gegessen habe.
Übrigens kann man nebenan im Würgeengel einen gepflegten Digestif zu sich nehmen
Dresdener Str. 121, 10999 Berlin, http://www.gorgonzolaclub.de
1 Kommentar »
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dem Besitzer vom Gorgonzola Club und Würgeengel gehört jetzt auch der alte Storch, jetzt Renger Patzsch. Ich war am Wochenende dort
http://schteif.blogspot.com/2008/12/renger-patzsch.html